Archiv für Juli 2008
Hilft das liebe Vieh dabei, die Treibhausgase zu senken?
Forscher haben nun erstmals beziffert, welche Energiereserven im Mist von Kühen und anderen Nutztieren stecken. Allein in den USA könnte mit dem Dung rund 100 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert werden. Das entspricht rund 3% des US- Jahresverbrauchs. Den Forschern des amerikanischen Institute of Physics zufolge wird der Mist des Nutztiere in einem der Kompostierung ähnlichen Verfahren in Biogas umgewandelt, das dann Turbinen für die Stromproduktion antreibt. Berechnungen zufolge können so die Treibhausgase der USA um 4% gesenkt werden.
Da bereits existierende Abfallquellen genutz werden, ist diese Art des Ökostroms weitaus weniger kontrovers. Allerdings wirft die Logistik noch einige Fragen auf, da sie ihrerseits selbst Treibhausgase produzieren würde.
Stromwechsel als politischer Faktor
In den vergangenen Tagen ist der Ökostromhandel aufgrund von Hin- und Herschieberei zwischen den Anbietern vermehrt als “unseriös” bezeichnet worden.
Gerade bei sogenannten RECS- Zertifikaten wird der Strom in der Tat zwischen den Kunden in Europa hin- und her geschoben. Wenn wir also Ökostrom gelifert bekommen, bekommen andere umso mehr Atom- und Kohlestrom. An der Gesamtsituation ändert es also nichts.
Beim Anbieterwechsel sollten Sie also vielmehr darauf achten, ob der Anbieter in neue Wind,- Wasser-, Solar- und Biomasseenergien investiert. Nur wenn neue Anlagen ins Netz gebracht werden, verändert dies die Stromwirtschaft.
Um dauerhaft gute Ökostromanbieter zu garantieren, gibt es dass EGG, das Erneuerbare- Energien- Gesetz. Das einzige was noch fehlt, ist der politische Ansatz als starkes Argument für den Stromwechsel. Anbieter müssen stärker in Diskussionen für Energierecht, die Ökostromförderung und andere politische Fragen eingebuden werden.. Nur wenn die Geld- und Machtströme von der Atomkraft weggeleitet werden, kann das Stromnetz verändert werden..
Dritte Gaspreis- Erhöhung in Sicht?
Stadtwerkekunden müssen dises Jahr möglicher Weise mit einer weiteren Gaspreis-Erhöhung rechnen. Mitte August wird sich entscheiden, ob das Unternehmen ab Oktober noch einmal die Preise anheben wird. Schuld daran sind die, an die Gaspreise eng angeknüpften, stetig steigenden Ölpreise.
Bei der jährlichen Bilanzpressekonferenz im Mai wurden auch die Geschäftsergebnisse 2007 vorgestellt: Das Unternehmen konnte einen Umsatzanstieg von 34% auf etwa 1,8 Milliarden vermelden.